Hol Dir die Wildkräuter in Deinen Garten/Balkon


Im Herbst kommt die Zeit des Samensammelns. Einige Wildkräuter sind bereits verblüht. Sie bilden nun ihre Samen aus. Viele Samen kann man auch in der Wildkräuterküche einsetzen, wie beispielsweise die Brennnesselsamen, den Beifuß und den Bärenklau. Letzterer schmeckt leicht nach Kardamom, Brennnesselsamen sind etwas nussig und der Beifuß ist vielen in Zusammenhang mit Gänsebraten sicherlich ein Begriff.


Aber man kann die Samen natürlich auch sammeln, um diese im nächsten Frühjahr im eigenen Garten oder auf dem Balkon einzupflanzen. Für solch eine "Wilde Ecke" sind auch Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten dankbar.


Die meisten Wildkräuter sind einjährig und sähen sich jedes Jahr automatisch aufs Neue aus. Wenn Du in der Natur auf Samensuche gehst, mach Dich vorher schlau, wann die Kräuter ihren Samen ausbilden. Beim Sammeln ist es wichtig, ihren ursprünglichen Standort genauer anzuschauen, damit sich die Pflanze später in Deinem Garten oder Balkon auch wohl fühlt und gedeiht. Schau also ob sie sonnig oder schattig steht, ob der Boden feucht oder eher trocken oder besonders sandig ist. Waldmeister, Bärlauch und Knoblauchsrauke mögen es schattiger und feuchter als beispielsweise die Schafgarbe, das Gänseblümchen oder die wilde Möhre.

Viele Wildkräuter lassen sich problemlos mit deren Samen direkt aussäen. Man kann diese aber auch über Stecklinge vermehren. Dazu schneidest du einen jungen, kräftigen Trieb ab, entfernst alle Blätter bis auf 2–3 der obersten und steckst den Trieb in spezielle Stecklingserde.

Muss man Wildkräuter düngen und wie muss man sie gießen?

Wildkräuter sind sehr genügsam im Gegensatz zu unseren Kulturpflanzen. Eine Faustregel gilt: Alle Kräuter mit vielen und großen grünen Blättern freuen sich über eine gelegentliche Düngerzugabe.

Kräuter deren Blätter dagegen klein und hart sind, kommen meist ohne Dünger aus. Genauso verhält es sich auch mit dem Gießen, kleine Blätter – wenig Wasser, große üppige Blätter – mehr Wasser.

Kann man Wildkräuter auch in Töpfen ziehen?


Du kannst einige Wildkräuter auch in Töpfen ziehen. Dazu eignen sich Kräuter, die ein weniger ausgebildetes Wurzelsystem haben. Hierbei musst Du trotzdem beachten, dass die Töpfe mindestens 20 Zentimeter tief sind, damit die Topfpflanzen genug Wurzeln ausbilden können und sich nicht eingeengt fühlen.



Perfekte Wildkräuter für den Topf sind beispielsweise Beinwell, Frauenmantel, Gänseblümchen, Quendel, Schafgarbe, Sauerampfer, Schöllkraut und Vogelmiere.

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, Deine eigenen Wildkräuter anzubauen, dann wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg dabei.

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